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Rosemarie Walker

Frauenporträts
  – engagiert für Kunst und Kultur in Erftstadt

Geboren und aufgewachsen in Heidelberg lebt und arbeitet die studierte Apothekerin seit über 40 Jahren in Erftstadt.

Politisch und kommunalpolitisch engagierte sich die vierfache Mutter von inzwischen erwachsenen Kindern schon in den siebziger Jahren mit der Gründung des ersten Elterninitiativ-Kindergartens. Im Stadtrat war sie als sachkundige Bürgerin und als Stadträtin für die Liberalen mitverantwortlich für die Schul- und Kulturpolitik in Erftstadt. 15 Jahre war sie stellvertretende Vorsitzende des Kulturkreises. Dort war sie verantwortlich für das Engagement der Tournéetheater und für das Reiseangebot des Kulturkreises.

Seit 1999 ist sie Vorsitzende des Künstlerforums Schaufenster, in dem 200 Künstlerinnen und Künstler und  an Kunst und Kultur interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger organisiert sind. Sie veranstaltet mit ihrem Team jährlich mehr als 20 Veranstaltungen, Ausstellungen im Lechenicher Stadthaus, Filmabende, Lesungen und Radtouren zur Kunst. Hervorzuheben ist der Kunst-Parcours am Lechenicher Stadtgraben, die Kunstmeile – Kunst in den Geschäften von Lechenich “Von Tor zu Tor”.

Sie ist seit vielen Jahren im Beirat der Volkshochschule und der Musikschule der Stadt Erftstadt. Hier kann sie ihre Gedanken und Ideen einbringen.

Anerkennung über die Stadtgrenzen hinaus fand dieses Engagement mit der Verleihung des Kulturpreises 2004 des Rhein-Erft-Kreises und der Carl-Schurz-Medaille, der höchsten Auszeichnung unserer Stadt im Jahr 2011.

Rosemarie Walker ist eine Frau, die die Dinge anpackt, die trotz ihrer Berufstätigkeit und der großen Familie, die es zu versorgen galt, mit viel Energie ihre vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten ausüben konnte und kann.

Als Stadträtin war sie mit der Schulpolitik vertraut. auf die Frage “Glauben sie, dass Erftstadt eine familienfreundliche Stadt ist?” antwortete sie:

“Ich denke schon, dass Erftstadt eine familienfreundliche Stadt ist. Wir haben viele Möglichkeiten für die Familien hier draußen: Wir haben ein umfassendes Angebot an verschiedenen Schultypen bis hin zur Waldorf-Schule. Wir haben die Musikschule, Schwimmbäder, Vereine, die Seen und Radwege. Es ist im Grunde alles getan für die Familien. Auch für die größeren Kinder liegen wir hier günstig, da man leicht mit dem Zug in die größeren Städte kommen kann und dort mit ihnen Großstadtleben und besonders Ausstellungen, d.h. Kultur genießen kann. Also ich denke, wir sind absolut eine familienfreundliche Stadt.”

Das Kulturleben ist ihr besonders wichtig. Sie sagt:

“Mir liegt das Kulturleben generell am Herzen, und da ich in Erftstadt wohne, hat sich das auch ganz klar auf diese Stadt konzentriert. Würde ich in meiner Geburtsstadt Heidelberg wohnen, hätte ich mich ganz sicher dort engagiert, und ich glaube auch, dass man hier in dieser Region, im Rheinland, vieles bewegen kann. Viele Menschen hier kommen anderswo her, sind gut ansprechbar und lassen sich motivieren und für z.B. künstlerische Projekte begeistern.”

Ihr Ziel ist es , der Kultur in Erftstadt den angemessenen Stellenwert zu geben!

“Angemessen soll bedeuten, dass wir eine Kleinstadt sind oder eine kleinere Stadt mit ca. 52.000 Einwohnern, dass wir uns nicht mit den uns umgebenden Großstädten messen, sondern Nischen im kulturellen Leben besetzen. Da von städtischer Seite von Anfang an wenig gemacht wurde, sei es Theater, Musik und ähnliches, was üblicherweise Städte in dieser Größenordnung übernehmen, haben der Kulturkreis und andere kulturelle Vereine der Stadt dies übernommen. Die von ihnen organiserten Kabarettabende, Kammermusik-Veranstaltungen in den umgebenden Schlössern, Lesungen an ungewöhnlichen Orten, Kleinbühnen und Ausstellungen finden daher große Zustimmung.”

Rosemarie Walker hatte einen großen Wunsch nach einem Ort, wo die Kultur ein Zentrum hat. Dieser Wunsch scheint in Erfüllung zu gehen, denn 2013 wurde eine mit allen technischen Raffinessen ausgestattete Musikschule in Erftstadt eröffnet, die von dem Erftstädter Bürger Klaus Geske gestiftet wurde. Sie besitzt einen wunderschönen Saal, der 200 Menschen Platz bietet für Konzerte, Theater und Kinoaufführungen. Besonders stolz ist sie, dass in der diesjährigen Kulturzeit im August 2014 dieser Raum erstmalig für eine Kionaufführung genutzt wird.

Bis heute ist sie als Apothenenvertretung gerne gefragt.

“Ich bin mit Freude Apothekerin, immer in Kontakt mit Leuten, da hat man den weißen Kittel an und hört viele persönliche Geschichten, weil die Menschen einem vertrauen. Je älter man wird, umso mehr erhält man das Vertrauen der Leute. An meinem Arbeitsplatz muss ich total präsent sein und aufmerksam dem Kunden und Patienten zuhören. Aus meinem großen Erfahrungsschatz kann ich den Kunden oft über das Übliche hinaus beraten und so das Vertrauen rechtfertigen.”

Ich danke Ihnen und wünsche ihnen weiterhin viel Kraft und Freude an ihren Tätigkeiten.

(Das Gespräch führte Brigitte Garcia-Ziemsen)

15.08.2014
 
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