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Hildburg Henning

Frauenporträts
Die Kunst – Ihr Leben

Geboren in Berlin, aufgewachsen auf der Insel Sylt im weißen Sand mit dem unendlich weiten Blick über die Nordsee und in Essen-Steele auf dem schwarzen Schotter eines ehemaligen Zechengeländes.

Wenn man ihr Haus in Erftstadt-Bliesheim betritt, weiß man nicht, was am meisten beeindruckt: Die Bilder, die Skulpturen, der Garten, die vielen Bücher…..

Ich sitze auf einem selbstgebauten Sofa, trinke Kaffee aus einer selbst getöpferten Tasse und esse selbst gebackenen Kuchen und sie erzählt aus ihrem Leben, von ihrer Kunst:

“Wenn eine Linie über eine Fläche tanzt, wenn ihr ein Strich den Schwung nimmt, sich ein Quadrat in den Weg stellt, das nur auf Schleichwegen zu umschlängeln ist, wenn sich das alles in einem Meer von Blau abspielt, in das sich ein hell klingendes Gelb hineingekleckst hat, und wenn man das alles nicht ganz wörtlich nimmt, dem dennoch folgt, dann sind Sie schon mitten in meiner Malerei, die sich aus dem Mit- und Gegeneinander von Farben, Formen, Musik und Bewegung entwickelt. Elemente, die bestimmend für mich sind.”

Daraus ergeben sich viele Facetten meines Tuns, wobei der Schwerpunkt im Bereich der darstellenden Kunst zu sehen ist.
Inspiriert wird sie auch durch ihren Garten, den sie zusammen mit ihrem Mann angelegt hat und pflegt und der einmal als der schönste naturnahe Garten  Erftstadts preisgekrönt wurde. Auch er lebt von dem Wechselspiel der Farben und Pflanzengestalten und ihren Variationen im Laufe eines Gartenjahres.

Und dann die Musik….. die sie seit Kindertagen begleitet, nicht professionell, doch immer hörend und ausübend. Ein unvergessliches Erlebnis ist ihr die Konzertreise 1955 nach England mit dem Essener Jugendorchester in der Riege der zweiten Geigen.

Viel später spielte sie in Erftstadt in einem kleinen Musizierkreis. Nach längerer Pause wechselte sie zum Cello  und war Mitglied im Liblarer Elternorchester der Musikschule, heute im Sinfonieorchester Bergheim.

Sie erzählt weiter:

“Bilder entstehen oft aus musikalischen Empfindungen, wie z.B. das Bild “Schweben im Klang des Gelb”, das ich 2002 für die Bernd-Alois-Zimmermann-Musikschule malte”.

Oder ihre Aktion bei der Abrissekstase 2012 im Liblarer Einkaufszentrum: “Mit dem Pinsel an die Wand getanzt”.
Die Freude an der Bewegung spiegelt sich stark in ihren Arbeiten wider. Sie machte ihr Diplom an der Kölner Sporthochschule für das Lehramt und unterrichtete eine kurze Zeit am “Neuen Gymnasium” in Göttingen.

Dort lernte sie ihren Mann kennen, einen Wissenschaftler, und sein Ruf an die Universität zu Köln machte sie beide 1972 zu Bürgern Erftstadts.

Ihr Wunsch, sich eigene Welten in der Bildenden Kunst zu erschließen, veranlasste sie, sich in Kursen Fähigkeiten anzueignen, um mit Techniken und Gestaltungsmöglichkeiten besser umgehen zu können. Sie lernte bei Ruth Förster das Drehen an der Töpferscheibe, “eine Technik, die den Blick für eine gute Form durch kleinste Veränderungen ungemein schult.”

Auch bei dem Kölner Bildhauer Hubert Benatzky lernte sie, der inneren Spannung einer zu gestaltenden Form nachzuspüren und sie dem Material entsprechend umzusetzen.


“Ich entdecke heute die gleichen Prinzipien der Ruhe- und Kraftquellen aus der Mitte, dem Zentrum heraus bei den Übungsformen des Qigong”, sagt sie.

In der Malerei erhielt sie entscheidende Hilfe und grundlegendes Wissen von der wunderbaren finnischen Malerin Liisa Rautiainen, die seit Kriegszeiten eine Freundin der Familie ist.  Ihrem Angebot: “Komm zu mir, ich lehre Dich malen” folgten viele unvergessliche Reisen in den hohen Norden nach Lappland.

Nicht außer Acht gelassen werden dürfen ihre literarischen Werke. Neben vielen Ausstellungseinführungen entstanden Kinderbücher (Text und Illustration), vielfach vorgelesen in Stadtbüchereien, Kindergärten und Schulen.

Liesmichrund und Leuchteweit

Der kleine Ball

Ach Katinka, was machen wir denn da?

Marzitöffkampanelchen

Und als Vorlesemanuskripte:

Guten Morgen, Herr Strich

Spitzi und Omobomobol

und weitere Geschichten, entwickelt aus den bildnerischen Grundelementen.

Sie ist eine leidenschaftliche Leserin und sie besitzt eine umfangreiche Bibliothek. Da musste ich die Frage stellen: “Was lesen Sie im Moment?” Ihre Antwort: “Der Hase mit den Bernsteinaugen von Edmund de Waal”.

Und was macht Hildburg Henning am liebsten: “Umgehen mit Worten, Pinsel, Stift und Farben”.

Eine bemerkenswerte Frau mit vielen Talenten und noch mehr Interessen.

Hildburg Henning freut sich über interessierte Besucher ihres Ateliers in Erftstadt-Bliesheim.

Tel.: 02235-42397

E-Mail: f.u.h.henning@netcologne.de

Einige Stationen ihres Lebens:

Seit 1993 Mitglied im Künstlerforum Schau-Fenster Erftstadt, im Vorstand von 1998 bis 2009

Seit 1995 Mitglied im Bund Bildender Künstler (BBK)

Auszeichnungen:

1995               1. Preis in Viry-Chatillon “Les Portes des L’Europe”

1996               1. Preis in Wokingham “Europa”

Seit 1981        Ausstellungen,

Einzel: z.B. in Erftstadt, Köln, Göttingen, Finnland, Südafrika

in Gemeinschaft: z.B. in Erftstadt, Köln, in unseren Partnerstädten Wokingham, Viry-Chatillon, Jelenia Gora

1998                  Teilnahme am Künstlermarkt in Brauweiler und mehrfach an den “offenen Ateliers”,  veranstaltet vom BBK Köln und an fast allen Aktionen des Künstlerforums Schau-Fenster Erftstadt e.V.

Arbeiten in Erftstadt in der Artothek, in der Stadtbücherei, in der Musikschule

(Das Gespräch mit Hildburg Henning führte Brigitte García-Ziemsen am 22. Febr. 2014)

 
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