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Hanna Jaskolski

Frauenporträts
 Hanna Jaskolski – Friedensaktivistin – aktiv für eine menschlichere Welt

Hanna Jaskolski lebt seit 1968 mit ihrer Familie in Erftstadt-Lechenich. In dieser Zeit hat die ausgebildete Musikpädagogin mit ihrem Mann vier Kinder großgezogen, drei Töchter und einen adoptierten Jungen aus Bolivien. Die Adoption eines Kindes aus der Dritten Welt, 1973 alles andere als eine Selbstverständlichkeit und mit vielen Schwierigkeiten verbunden, wurde durch Terre des Hommes vermittelt. Eine Erftstädter Gruppe dieser Organisation wurde später auch auf Anregung der Familie Jaskolski gegründet. Auch bei “Pro Asyl” in Erftstadt ist die Familie gut bekannt, hier hat Hanna viele Jahre Flüchtlinge betreut.

Doch nicht nur als Ehefrau, Mutter, als engagierte Mitbürgerin und in über 50-jähriger Tätigkeit als Musiklehrerin war Hanna für andere da, eines ihrer Hauptanliegen ist es, allen Kindern dieser Welt eine bessere Zukunft zu hinterlassen, und dazu gehört für sie unabdingbar eine Welt ohne atomare Bewaffnung und Kriegsauseinandersetzungen.

So ist die zierliche, rothaarige Frau als Mitglied der Katholischen Friedensbewegung “pax christi” in den letzten Jahren bundesweit durch ihr unermüdliches Engagement für Frieden und gegen Atomwaffen bekannt geworden. Dafür stellt sie sich, zuweilen begleitet von Ehemann und Tochter, mit Trompete und Trommel auf den Lechenicher Marktplatz, dafür fährt sie aber auch quer durch Europa, um beispielsweise während des Kosovokrieges 1999 in Belgrad “Solidarität mit den Opfern der Nato-Aggression” zu bekunden und Geldspenden an die Belgrader Gruppe der “Frauen in Schwarz für Frieden” zu überbringen.

Bereits seit den 80er Jahren hatte Hanna gegen Atomkraftwerke und Atomwaffen demonstriert und die wegen Aktionen des Zivilen Ungehorsams gegen sie verhängten Strafen auf sich genommen.

Verletzungen und Festnahmen konnten die von ihren Weggefährtinnen als sanft und unnachgiebig beschriebene Frau nicht abschrecken. Bis heute hat die inzwischen 75-jährige insgesamt zwölf Mal vor Gericht gestanden. Immer wieder wurde sie zu Geld- und Haftstrafen verurteilt. 2007 ist sie für ihre Überzeugung sogar bereits zum fünften Mal ins Gefängnis gegangen. Sie erkämpfte sich aber auch Freisprüche in zweiter und dritter Instanz.
Eine längst fällige Würdigung ihres Engagements erfuhr sie 2003 durch die Verleihung des Düsseldorfer Friedenspreises beim Ostermarsch Rhein-Ruhr.
Dennoch ist die sympathische Frau, bei aller Hartnäckigkeit, frei von missionarischem Eifer: Sie wünscht sich Unterstützung und Einmischung auch von ihren Mitmenschen, verlangt aber nichts, was andere nicht geben können, hat auch Verständnis, wenn ihr Gegenüber nicht die gleiche Kraft und Konsequenz aufbringen kann wie sie selbst. Dennoch bleibt ihr Leitmotiv: “Ich möchte mich immer wieder aufregen – nur ja nicht gleichgültig werden.”

Weitere Informationen zu Hanna finden sich auf der privaten Homepage der Familie Jaskolski: http://www.jaskolski.de/hanna.htm

(A. Stehle-Raumann)
 
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